Kategorie-Archiv: MRSAar Netzwerk

Mitarbeiter

  Prof. Dr. med. A. Simon (Leiter MRSAar/Netz )
  Vita
   (0 68 41) 16-23944
   (0 68 41) 16-23985 
  E-Mail

 

 

D. Pieroth M.A. (wissenschaftlicher Mitarbeiter)
S. Müller (Geschäftsstelle)
S. Thieme-Ruffing (Hygiene)

weitere personelle Unterstützung erhält das Netzwerk durch Mitarbeiter
des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene

Dr. Dr. med. S. Becker
E. Müller-Schulte M.Sc.
Prof. Dr. med. B. Gärtner
S. Germer M.Sc.
U. Schlotthauer B.Sc.

Krankenhäuser

Krankenhäuser

  • Caritas Krankenhaus Lebach
  • Caritas Krankenhaus Dillingen
  • Caritas Klinik St. Theresia
  • DRK- Klinik Mettlach für Geriatrie und Rehabilitation
  • Klinikum Merzig gGmbh
  • Klinikum Saarbrücken
  • Knappschaftskrankenhaus Püttlingen
  • Knappschaftskrankenhaus Sulzbach
  • Krankenhaus Saarlouis vom DRK
  • Krankenhaus St. Josef Dudweiler
  • Kreiskrankenhaus St. Ingbert gGmbh
  • Marienhausklinikum Saarlouis
  • Marienhausklinikum Kohlhof
  • Marienhausklinik Ottweiler
  • Marienhausklinik St. Elisbeth Wadern/Losheim am See
  • Marienkrankenhaus St. Wendel
  • SHG-Kliniken Sonnenberg
  • SHG-Kliniken Völklingen
  • Saarland Kliniken, Kreuznacher Diakonie, Ev. Stadtkrankenhaus Saarbrücken
  • Saarland Kliniken Kreuznacher Diakonie, Fliedner Krankenhaus Neunkirchen
  • Städtisches Klinikum Neunkirchen
  • St. Josef Krankenhaus Neunkirchen
  • St. Nikolaus Hospital Wallerfangen
  • Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg/Saar

Partner

Partner

  • Ministerium für für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familien des Saarlandes
  • Institut für Mikrobiologie und Hygiene, Universitätsklinikum des Saarlandes
  • Ärztekammer des Saarlandes
  • Apothekerkammer das Saarlandes
  • ÖGD: alle 6 saarländischen Gesundheitsämter
  • Saarländische Krankenhausgesellschaft (SKG)
  • 24 saarländische Krankenhäuser
  • Zweckverbandfür Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF)
  • Rehakliniken
  • Seniorenheime
  • Arztpraxen
  • Kassenärztliche Vereinigung Saarland
  • Krankenkassen

 

Wenn auch Sie Partner werden möchten, wenden Sie sich bitte an uns per Telefon oder Email!

Qualität

Qualitätsmanagement

Wesentliches Element des Qualitätsmanagements des MRSAarNetzes ist die Bildung eines Qualittätszirkels zur Etablierung, Sicherung, Koordination und Verbesserung aller mit MRSAarNetz in Zusammenhang stehenden Qualitäts-relevanten Aspekten.

Beispiele:

  • Umfragen zu MRSA-Management
  • Erfassung epidemiologischer Grunddaten
  • Sicherung von Daten zur MRSA Prävalenz
  • fachliche Unterstützung bei der Festlegung jeweilige Klinik-spezifischer Risikogruppen
  • Überprüfung ihrer Umsetzung
  • Bewertung der Ergebnisse aus molekular-epidemiologischen Typisierungsuntersuchungen
  • Abgleich von Daten aus verschiedenen Daten aus dem MRSAarNetz mit überregionalen (bundedeutschen, internationalen) Daten
  • Festlegung von weiteren Präventions- und Kontrollmassnahmen auf der Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse

Forschung

Forschung und Wissenschaft

Das MRSAarNetz wird wissenschaftlich begleitet vom Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene (IMMH) der Universität des Saarlandes.

Neben den Aufgaben in der medizinisch-mikrobiologischen Diagnostik und der klinisch-mikrobiologisch-infektiologischen Beratung bei Patienten des Universitätsklinikums sowie der krankenhaushygienischen Betreuung und Beratung des UKS und einer Reihe saarländischer Krankenhäuser ist das IMMH ist seit vielen Jahren aktiv in der angewandten und Grundlagen-Forschung auf dem Gebiet von Staphylokokken und Staphylokokken-Erkrankungen. Die Arbeiten des IMMH werden durch mehrere Verbundforschungsprojekte der Deutschen Forschungsgemeinschaft, des Bundesministers für Forschung und Technologie, durch Einzelförderverfahren der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie durch Mittel der Universität des Saarlandes und der Medizinischen Fakultät unterstützt. Eine Übersicht über die Forschungsaktivitäten des IMMH findet sich unter www.staph.de.

Die Forschungsergebnisse aus dem geplanten MRSAarNetz sollen – für alle Mitglieder transparent – zur Förderung der Erkenntnisse zur Epidemiologie und Infektionsbiologie von S. aureus Erkrankungen im Saarland verwendet werden. Wir gehen davon aus, dass eine solche Netzwerkinitiative – bei entsprechender finanzieller Unterstützung durch das Bundesministerium für Gesundheit – diese neuen Erkenntnisse mit Modellcharakter auch für andere benachbarte oder andere Regionen beinhaltet.

Eine besondere Chance ist dabei die Saar-Lor-Lux-Grossregion, da sie durch grenzüberschreitend vergleichende Untersuchungen erlauben würde, Faktoren zu identifizieren, die zu unterschiedlicher Epidemiologie und Erregereigenschaften von MRSA beitragen.

Methoden

Informationsaustausch.
Kick-off-Veranstaltungen unter Beteiligung der saarländischen Gesundheitsämter, des UKS sowie weiterer Krankenhäuser und Kliniken mit Bereitschaft zur Teilnahme in der Initialphase des Projektes stattfinden
Grundzüge des Projektes werden gemeinsam festgelegt
Weitere regionale Veranstaltungen
Veranstaltungen zur Information von Akteuren mit spezifischer Fragestellung, z.B. Veranstaltungen des ÖGD, Veranstaltungen beteiligter Diagnostik-Labore, Veranstaltungen für den Rettungsdienst, für das Pflegepersonal, für Krankenhausadministratoren.

Prävalenzscreening.
In Analogie zu dem MRSA-Netzwerk Münster-Twente Aufnahme-Prävalenz-Screening von Patienten in beteiligten Krankenhäusern und Kliniken. Dieses Prävalenz-Screening soll über einen Zeitraum von 4 Wochen alle neu aufgenommenen Patienten in sämtlichen partizipierenden Krankenhäusern erfassen.
Voraussetzung für eine valide Aussage aus einem Aufnahme-Screening ist, dass mindestens 60% aller Patienten zur stationären Aufnahme auch ein entsprechendes Screening erfahren müssen.
Die Kosten für dieses Screening sollen aus den Zuwendungsmitteln des BMG gedeckt werden
Screening ergibt dann ein Einrichtungs-spezifisches Risikoprofil hinsichtlich MRSA-Besiedlung und dient dann auch zur Festlegung künftiger Untersuchungsstrategien für die jeweiligen Einrichtungen
Ein Aufnahme-Screening sollte dann nach einem noch festzulegenden Zeitraum (z.B. nach 5 Jahren) wiederholt werden.
Als Zeitpunkt der Durchführung des Aufnahme-Screenings ein Zeitraum von ca. 6–12 Monate nach Beginn des MRSAarNetzwerks angestrebt.

Sentinel-Untersuchungen in Saarländischen Allgemein- und Facharzt-Praxen.
In Abstimmung mit den Örtlichen Gesundheitsämtern werden Saarländische Hausarzt- und Facharztpraxen angesprochen, um mit diesen ein Sentinel-Netzwerk zur Erfassung von MRSA im ambulanten Bereich zu bilden. Einzelheiten der Erfassungsmethodik sind noch festzulegen; denkbar sind beispielsweise Screening-Untersuchungen analog zu denen, die in Krankenhäusern und Kliniken durchgeführt werden

Entwicklung eines MRSA-Präventions- und Kontroll-Konzeptes.
Die in den verschiedenen Krankenhäusern etablierten Hygieneordnungen mit Bezug auf MRSA sollen zusammen gefasst und gesichtet werden mit dem Ziel einer Homogenisierung unter Berücksichtigung der individuellen Krankenhaus- und Klinikum-spezifischen Gegebenheiten (Risikofaktoren, Therapiemodalitäten, etc.).
Einrichtung eines modifizierten MRSA-Dekolonisations-Planungswerkzeug zum Fallmanagement über eine 12-Monate-Periode ausgehend auf der Entwicklung aus dem Euregio-Netzwerk Münster-Twente für das Saarland.

Einführung und Anwendung von METHIOSÒ.
METHIOSÒ Suite ist ein Softwareprodukt der METHIOS Surveillance GmbH
Es handelt sich hierbei um ein innovatives Softwaretool
Es erlaubt, die komplexen Anforderungen im Rahmen der Überwachung und Infektionsprävention von Patienten mit Besiedlung oder Infektion durch multiresistente Erreger im Rahmen des IT-gestützten Ablaufs vollständig zu koordinieren und dem jeweiligen klinischen und mikrobiologischen Status in Bezug auf Einzelpatienten, Behandlungseinheit, Station, Bereich, Klinik oder Klinikum anzupassen.
Grundgedanke für die Entwicklung von METHIOSÒ liegt in der Feststellung, dass in dem Augenblick, in dem mehrere Patienten durch Besiedlung/Infektion durch diese Erreger betroffen sind, dies für das konventionelle Stationsmanagement hochkomplex ist.
METHIOSÒ übernimmt Daten aus dem Klinikinformationssystem und aus dem Laborinformationssystem der jeweiligen Einrichtung und setzt diese in Bezug auf die jeweiligen Überwachungs-, Diagnostik-, Eradikations- und übrigen Pläne zur Kontrolle und Prävention multiresistenter Erreger.
METHIOSÒ wurde am UKS erstmalig auf Pilotstationen eingesetzt, und die Effektivität von METHIOSÒ wurde dabei in einer prospektiven Studie zur Eradikation von MRSA-Besiedelungen und -Infektionen untersucht]. Hierbei zeigte sich, dass der Einsatz von METHIOSÒ mit einer ca. 80%igen Verbesserung der MRSA-Eradikationsrate einherging. Der Entwickler von METHIOSÒ hat 2004 den IKOP Innovationspreis für angewandte Infektionsprävention erhalten.
METHIOSÒ wird derzeit für alle klinischen Abteilungen mit unmittelbarer Patientenversorgung am UKS (Bettenführende Abteilungen, Ambulanzen und Polikliniken) installiert.
Für MRSAarNetz ist nun geplant, das System auch anderen Krankenhäusern und Kliniken im Saarland (mit finanzieller Teil-Unterstützung aus Zuwendungsmitteln) zur Verfügung zu stellen.

Etablierung eines Informationsportals.
Web-Portal auf Zentralrechner UKS, das auf Fragen rund um MRSA umfassend Antwort gibt.
Hotline
Angebot zu individueller Beratung und Information mit möglichst umfassender Erreichbarkeit und kurzen Antwortzeiten

Fort- und Weiterbildung.
Das Training und die Information von Mitarbeitern im Gesundheitssystem sollen durch ein Seminar- sowie ein Fort- und Weiterbildungsprogramm durch die Leitung des MRSAarNetzwerkes implementiert werden.
Besonderer Wert sollte hierbei auch auf die Information niedergelassener ärztlicher Kollegen und ihrer Mitarbeiter gelegt werden – kritische Rolle bei der Fortführung und Komplettierung von MRSA-Eradikation nach Entlassung der stationären Patienten einnehmen.

Mikrobiologische Charakterisierung und Molekulare Typisierung von MRSA-Isolaten.
Sämtliche Erstisolate von MRSA-Patienten beteiligter Institutionen werden dem Labor der Staatlichen Medizinaluntersuchungsstelle für eine erweiterte mikrobiologische Charakterisierung und eine molekulare Typisierung (spa-Typisierung) zugeführt (aus Zuwendungsmitteln).
Die mikrobiologische Charakterisierung schließt insbesondere eine erweiterte Resistenztestung (inkl. Detektion von heterogenen Subpopulationen von MRSA mit intermediärer Empfindlichkeit gegenüber Vancomycin und Teicoplanin
Auf diese Weise entstehen frühzeitig Hinweise , ob die STs, die den US-amerikanischen „USA300“ (ambulant erworbener MRSA) (ST008) oder dem bisher in Europa verbreiteten ST080 Genotyp entsprechen, im Saarland häufiger als bisher nachzuweisen sind.
Interessierende Isolate können einer weiteren Charakterisierung hinsichtlich der Virulenzmarker-Ausstattung zugeführt werden.
Typisierungsergebnisse werden zum Abgleich mit der die Seqnet.org-Datenbank des Euregio-Netzwerkes Münster-Twente bereits jetzt erfolgreich eingesetzt.

Ziele

Das Hauptziel des Vorhabens zur Einrichtung des MRSAarNetzwerks ist eine

Verbesserung der Einführung und Sicherung der MRSA-Prävention und Kontrollstrategien

innerhalb des Saarlandes durch einen

Austausch von Wissen und Technologie zwischen den Akteuren des saarländischen Gesundheitssystems.

 

  1. Verbesserung der Kommunikation und des Austausches zwischen den Akteuren durch eine übergreifende MRSA-Netzwerkbildung,
  2. Erfassung belastbarer Daten zur gegenwärtigen MRSA-Prävalenz durch ein umfassendes Prävalenzscreening für alle neu aufgenommenen Patienten in partizipierenden Krankenhäusern,
  3. Sentinel-Untersuchung zur MRSA Prävalenz in ausgesuchten Saarländischen Allgemein- und Facharztpraxen
  4. Entwicklung und Fortführung von MRSA-Präventions- und -Kontrollkonzepten durch Vergleich und Zusammenführung der empfohlenen Hygienestandards,
  5. Generierung und Implementierung von Informationssystemen zur umfassenden Beantwortung von Fragen rund um MRSA aus Kliniken, Praxen und der allgemeinen Bevölkerung,
  6. Fort- und Weiterbildung des Personals im Gesundheitswesen hinsichtlich von Fragen zur MRSA-Prävention und -Kontrolle,
  7. Bestimmung und Vergleich der prävalenten und sporadisch auftretenden MRSA-Isolate durch konsequente Typisierung mit molekular-mikrobiologischen Methoden, erweiterte Empfindlichkeitsprüfungen und Vergleich mit Ergebnissen in überregionalen Datenbanken.