Archiv für den Autor: dpieroth

Einladung zur Infectio-Saar-Netzwerkkonferenz am 17. Mai 2017

bereits zum sechsten Mal findet unsere Infectio-Saar-Netzwerkkonferenz statt. Gerne würden wir Ihnen die Gelegenheit geben sich über die neuesten Ergebnisse zu informieren sowie sich über die klassischen Sektoren hinweg auszutauschen.

Für das Infectio-Saar Netzwerk laden wir Sie daher herzlich zur Teilnahme an unserer

 Infectio-Saar-Netzwerkkonferenz

ein.

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Veranstaltung zum Thema „Neue Meldepflichten nach Infektionsschutzgesetz, Ausbruchserkennung und Management, Hygienebegehung von Arztpraxen, KRINKO Empfehlung zum Kapazitätsumfang für die Betreuung von Krankenhäusern durch Krankenhaushygieniker/innen“

Am 22. März 2017 findet in der Kassenärztlichen Vereinigung des Saarlandes (Europaallee 7-9, 66113 Saarbrücken) von 13:30 bis 16:30 Uhr eine gemeinsame Fortbildungsveranstaltung des InfectioSaar Netzwerkes, der Staatlichen Medizinaluntersuchungsstelle, der Kassenärztlichen Vereinigung des Saarlandes, der Ärztekammer des Saarlandes und dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie statt.

 

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Fortbildungskurs: ABS Beauftragte – Rationale Antiinfektivastrategien im Krankenhaus

Das InfectioSaar Netzwerk (Nachfolge MRSAar Netzwerk) möchte 2017 in enger Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum des Saarlandes und der Ärztekammer des Saarlandes einen Grundkurs zum ABS-beauftragten Arzt – Rationale Antiinfektivastrategien im Krankenhaus Modul 1 nach dem Curriculum der Bundesärzte-kammer vom 16. Februar 2016 anbieten. Diese Curriculum umfasst insgesamt 40 Unterrichtseinheiten. Der Kurs wird vom InfectioSaar Netzwerk koordiniert (Leiter Prof. Dr. med. Arne Simon).

 

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HALT-3-Projekt

Seit 2010 organisiert das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Infektionskrankheiten (ecdc) in Zusammenarbeit mit dem Fachgebiet 14 des Robert Koch Instituts in Berlin eine Datenerhebungsstudie zum Vorkommen von Infektionen und zum Einsatz von Antibiotika in europäischen Pflegeheimen – das sogenannte HALT-Projekt (Healthcare associated Infections in European Long Term Care Facilities). Weiterlesen

Einladung zur MRSAar/netz-Netzwerkkonferenz am 21. September 2016

bereits zum fünften Mal findet unsere MRSAar/netz-Netzwerkkonferenz statt. Gerne würden wir Ihnen die Gelegenheit geben sich über die neuesten Ergebnisse zu informieren sowie sich über die klassischen Sektoren hinweg auszutauschen.

Für das MRSAar/netz laden wir Sie daher herzlich zur Teilnahme an unserer

 MRSAar/netz-Netzwerkkonferenz

ein.

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Umgang mit multiresistenten Erregern ausserhalb des Krankenhauses

Der Übertragungsweg von multiresistenten Erregern (MRE) wie MRSA, VRE, ESBL und MRGN findet hauptsächlich über die Hände statt. In Krankenhäusern steigt die Gefahr, dass es zu einer Übertragung bzw. nachfolgenden Infektion kommt. Patienten sind aufgrund ihrer Krankheiten geschwächt, und medizinische Maßnahmen wie Operationen etc. unterbrechen die schützende Hautbarriere.

Daher werden Patienten zu Hause und im Krankenhaus unterschiedlich behandelt. Patienten mit 4MRGN oder MRSA werden in der Regel in allen Bereichen isoliert und dürfen das Zimmer nicht verlassen. Patienten mit 3MRGN werden nur in besonderen Bereichen isoliert, in denen es durch die Art der Behandlung besonders leicht zu Infektionen kommen kann (z. B. Intensiv- oder Tumorstationen). Besucher und das Pflegepersonal müssen besondere hygienische Maßnahmen ergreifen.

Zuhause ist eine Isolation nicht notwendig. Hier gibt es normalerweise keine scher kranken, immungeschwächten Patienten, die infiziert werden können. Auch für Kinder sind solche Keime in der Regel ungefährlich. Eine Übertragung funktioniert über direkten Hautkontakt, also ist eine regelmässige und gründliche Händedesinfektion richtig und notwendig.

 

Für Sie persönlich

  • Führen Sie ein normales Leben, und informieren Sie Ihren Arzt, dass bei Ihnen multiresistente Bakterien gefunden wurden.  
  • Sport, Besuch von Kindergarten, Schule oder Schwimmbad sind möglich.
  • Befindet sich der Keim in offenen Wunden, sollen diese sauber verbunden sein und auf einen Schwimmbadbesuch verzichtet werden.
  • Meiden Sie körperliche Kontakte zu Personen mit offenen Wunden, abgeschwächter Immunabwehr, liegenden Kathetern und Tumorerkrankungen. Bitte achten Sie hier besonders sorgfältig auf eine hygienische Händedesinfektion.

MRGN

Die Bezeichnung MRGN der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention steht für multiresistente Gram-negative Stäbchen-Bakterien, und beschreibt das Resistenzmuster der Bakterien (grösstenteils Enterobakterien): Sind die Bakterien gegen drei Antibiotika-Hauptgruppen resistent, werden sie als 3MRGN, bei Resistenz gegen vier Antibiotika-Klassen als 4MRGN bezeichnet.

Sowohl für ESBL- als für MRGN-Bakterien gilt: Gefährlich wird es erst, wenn die Bakterien in die Blutbahn oder in andere Körperregionen eindringen und krank machen. Diese Gefahr besteht vor allem im Krankenhaus. Durch die Resistenzen sich die verursachten Erkrankungen schwieriger zu behandeln.

Die hier beschriebenen Bakterien sind keine obligaten Infektionserreger, d.h. sie können auch lediglich als Besiedelung vorkommen. Ihre Übertragung erfolgt überwiegend über Hände im Sinne einer Schmier- und Kontaktinfektion. Stäbchen-Bakterien werden etwas seltener auf andere Personen zu übertragen als beispielsweise MRSA oder VRE. Wichtigste Gegenmaßnahmen sind gute Hygiene und insbesondere Händehygiene.

Eine bloße Besiedelung des Darms oder der Haut mit diesen Bakterien ist für gesunde Menschen und Kontaktpersonen nicht gefährlich. Eine „Darmsanierung" ist nicht möglich und nicht sinnvoll.

ESBL

ESBL steht für erweitertes Spektrum an beta-Laktamasen (extended spectrum lactamases). Diese Bezeichnung ist aus dem englischen Sprachraum übernommen und beschreibt ein bestimmtes Resistenzmuster bei Enterobakterien.

Enterobakterien und viele andere Gram-negative Stäbchen-Bakterien kommen natürlicherweise im Verdauungstrakt vor. Dort sind sie nicht nur harmlose „Mitesser", sondern helfen auch bei der Erschliessung von Nährstoffen im Darm.

Eine bloße Besiedelung des Darms oder der Haut mit diesen Bakterien ist für gesunde Menschen und Kontaktpersonen nicht gefährlich. Eine „Darmsanierung" ist nicht möglich und nicht sinnvoll.